des einen Freud…

welch ein Jahr… wir erleben hier im Süden Namibias eine der regenreichsten Zeiten überhaupt, solche, nach denen wir uns immer sehnen.
Es sind Zeiten der gemischten Gefühle und man fragt sich ob andere Farmer und Gebiete denn auch genügend Niederschlag verzeichnen durften.
Mein Freund Steve Braine führt gerade eine ornithologische Reise im Norden des Landes. Natürlich will jeder immer in den regenreichen Norden… aber dieser hat immer noch Not, es regnet noch nicht und alles soll noch sehr trocken sein.

Darf ich mich freuen dass hier der Jakobinerkuckuck den Maskenwebern und Feueraugenbülbüls ein Ei ins Nest legen will und melodisch ruft? Übrigens kommen diese Vögel fast nie so weit in den Süden.

Darf ich nun einem Gott danken, dass es geregnet hat, obwohl andere einen anderen Gott haben und just deshalb „unserer“ wohl gar nicht allein zuständig sein kann?

Sei doch einfach dankbar!…
Es gibt hier in Namibia einen Farmerswitz, vielleicht versteht Ihr den, denn sagt der eine Farmer zum anderen:“schnell, steig über den Zaun, sonst wirst Du nass!“
Der Witz beruht darauf, dass man als Farmer oft dass Gefühl hat, woanders würde es mehr regnen, der Nachbar würde mehr Regen bekommen… regnet es nämlich woanders muss man sich für die anderen freuen, möchte aber durchaus gern auch soviel, oder eher noch mehr… was nun?

Der Farmer Hans Alfred Breiting hat mir mal anvertraut, früher eine sehr große Farm haben zu wollen, „damit es wenigstens irgendwo auf der Farm mal regnet“. Aber als er dann älter wurde kam die Erleuchtung, dass eine kleine Farm mit Pfannengriff wohl besser wäre, denn „dann kann ich die Farm immer unter die regnenden Wolken halten“.

Mein Vater meinte immer, man solle dem lieben Gott nicht auf die Nerven gehen und die Augen von den sauberen Wolken halten, aber heujahr war das Watter stärker, diese Wolkenpracht konnte selbst der größte Sünder nicht mehr „weg-gucken“.

Wie dem auch sei sind wir im Paradies! der Süden ist GRÜN! kaum zu glauben, aber unsere Farm sieht aus wie die Lüneburger Heide…. nur ohne Menschen, ach wie schön!
Ich hoffe sehr, dass auch der Norden bald starke Niederschläge bekommt, dass auch dort der „Purple Jeep“ (die Sperlingslerche ruft immer „purple jeep…purple jeep“) bald alle erfreut und dann doch auf diese Nerven geht und Schmarotzermilane, Rotfußfalken und Amurfalken die Lüfte unsicher machen.

Wir machen auf jeden Fall Freudentänze und freuen uns bald auf die ersten Gäste des Jahres. Yep, in der Tat kann man Namibia herrlich bereisen und sich an der noch sehr nierdrigen Inzidenz freuen. An alle Stubenhocker geht die Botschaft Wilhelm Buschs nicht so lange zu warten, denn:“Darum, Mensch, sei ZEITIG weise! Höchste Zeit ist’s! reise reise!“

Hier ein paar Links die Euch evtl. Freude bereiten (Ich habe die Videos im Hochformat eingestellt, da viele unserer werten Kunden im Zug zur Arbeit auf ihrem Handy diese Videos anschauen… ich bitte also alle Desktopuser um Verzeihung):

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